Kirchengeschichtliche Exkursionen

Der Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte organisiert jährliche thematische Exkursion zur regionalen Kirchengeschichte unter fachkundiger Leitung. Es handelt sich um eintägige Ausflüge in die Region mit der Gelegenheit zu Begegnung mit örtlichen Gemeinden oder kirchlichen Einrichtungen und zum gemeinsamen Gesprächsaustausch. Die Exkursionen finden meistens im Juni statt.

Exkursionen (seit 2008)

2011

Von Milchviehbauern, Sumpfkolonisten und anderen reformierten Entwicklungshelfern und Pionieren im Zeitalter des Großen Kurfürsten.
Auf den Spuren niederländischer und schweizerischer Einwanderer an der Havel, im Löwenberger und Ruppiner Land

Exkursionsziele: Löwenberger und Neuruppiner Land
Termin: 18.06.2011
Leitung:
Matthias Asche
Exkursionsteilnehmer 18.6.2011Stationen der Exkursion 2011

Exkursionsteilnehmer 18.6.2011

Altlüdersdorf. Foto: Peter Schmidt
 
Kirche Alt-Lüdersdorf

Am 18. Juni 2011 führte die Frühjahrsexkursion an die Havel, ins Ruppiner und Löwenberger Land. Der Leiter, Prof. Dr. Matthias Asche, vergegenwärtigte die Geschichte der Migration in der Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Die drei ausgewählten Fachwerkkirchen von Storbeck, Linow und Altlüdersdorf erinnern an den evangelischen Glauben und die Lebensumstände der Schweizer Einwanderer.

Die Schlossanlage Liebenberg und die Fahrt durch die Gemarkung Neuholland  gaben Einblicke in die regionalen und landwirtschaftlichen Entwicklungen. Im Schloss Oranienburg beeindruckte die neue Ausstellung zum Wirken von Luise Henriette von Oranien und dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Dem Historiker Matthias Asche gelang es ausgezeichnet, die Wiederbesiedelung der Mark im konfessionspolitischen Kontext Europas darzustellen.

 

2010

Rechte Lehre und rätselhafte Bilder in Prignitzer Kirchen

Exkursionsziele: Vehlow und Krampfer
Termin:
19.06.2010
Leitung:
Ulrich Schöntube
Exkursionsbericht:
Exkursion Vehlow/Kampfer (Peter Johann / 01.12.2010)

2009

Klöster in der Neumark

Exkursionsziele: Zehden/Cedynia, Königsberg/Choijna, Soldin/Myslibórz, Marienwalde/Bierzwnik
Termin: 27.06.2009
Leitung:
Christian Gahlbeck
Exkursionsbericht:
Exkursion Marienwalde (Peter Johann / 01.12.2010)

Impressionen von der Exkursion

Exkursionsroute Marienwalde

Exkursionsroute Marienwalde

Exkursion Marienwalde

Exkursion Marienwalde *

Exkursion Marienwalde

Exkursion Marienwalde **


* Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer am 27. Juni 2009 im Inneren der Klausuranlage des Zisterzienserklosters Marienwalde (Bierzwnik) in der Neumark: Dr. Marcin Majewski, Direktor des archäologischen Museums in Stargard Szczecinski [im Vordergrund rechts, nur von hinten zu sehen] erläutert in Vertretung für Dr. Barbara Stolpiak, Leiterin der Ausgrabungen, Instytut Prahistorii an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan, den von Archäologen ausgegrabenen und wiederhergestellten Brunnen vor dem Ostflügel. Foto: Peter Johann

** Wiederaufbauarbeiten an der Klosterkirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Marienwalde (Bierzwnik) – Blick vom „Inneren“ des hinteren Teils der Klosterkirche auf die gestützte Südwand und die heutige Außenfassade des vorderen (östlichen) Kirchenteils: Von der ehemaligen Klosterkirche ist nur der östliche Teil, der heute von der katholischen polnischen Kirchengemeinde Bierzwnik für den Gottesdienst benutzt wird, erhalten; er wird gegen den freiliegenden hinteren Teil der Kirche durch eine als Außenwand erscheinende Zwischenwand abgeschlossen. Der hintere Teil der dreischiffigen Klosterkirche, der bereits kurz nach der Reformation im 16. Jahrhundert profaniert worden war und dann u.a. als Brauerei, Brennerei und Malzdarre diente, ist im 19. Jahrhundert zusammengestürzt. Von diesem Teil ist nur noch die südliche Außenwand übriggeblieben, die von außen durch Strebepfeiler aus Beton gestützt wird. Es ist geplant, die Kirche in ihrer Gesamtheit wieder aufzubauen. Hierfür wurden bereits Teile des Westgiebels und der nördlichen Außenwand an ihren historisch durch Ausgrabungen gesicherten Positionen neu aufgemauert (vom Betrachter aus links, nicht sichtbar). Außerdem wurden Stützsäulen aus Beton aufgebaut, die später verkleidet werden, und die das Dach tragen sollen. Diese Art des Wiederaufbaus folgt dem Vorbild des rekonstruierten Inneren der Marienkirche in Königsberg/Neumark (Chojna). Foto: Peter Johann